Nr. 3 | Über die Entbehrlichkeit abstrakter Kunst | 15.-17. Juni

Ausstellung | Stella Pinson, Jens Presser und Anna Ernst in Dialog mit Ludovik Vermeersch

15., 16., 17. Juni 2012

Die abstrakte Malerei ist eine hoffnungslos überholte und nicht länger bedeutungsvolle Gattung, so behauptet der belgische Kulturkritiker Ludovik Vermeersch. Der Kunstraum Ossastraße 38 nimmt sein Text über die Entbehrlichkeit abstrakter Kunst zum Anlass für eine Ausstellung und lädt zur Diskussion ein. Wir zeigen drei Positionen von ganz verschiedenen Künstlern, die sich alle drei der Skepsis nicht hingeben wollen und fest an die Relevanz abstrakter Kunst glauben.

Stella Pinson ist Synästhetin. Für sie ist die Bedeutung der Farben in ihren Bildern eng mit musikalischen Motiven verbunden. Jens Presser kam zur Abstraktion durch eine intensive Beschäftigung mit Pornografie. Und für Anna Ernst ist es die Auseinandersetzung mit der Tradition der Verneinung in der Kunst, die ihrer Malerei Bedeutung verschaffen soll.

In kurzen öffentlichen Präsentationen am Samstag, den 16. Juni und Sonntag, den 17. Juni, jeweils um 16.00 Uhr, erläutern die Künstler ihren Drang zur abstrakten Kunst. Anschließend gibt es immer einen Vortrag von Ludovik Vermeersch und tritt dieser mit den Künstlern in Dialog.

Die Ausstellung ist zu sehen während des Festivals 48 Stunden Neukölln, am Freitag, den 15. Juni von 19.00 bis 22.00 Uhr, am Samstag, den 16. Juni von 13.00 bis 21.00 Uhr und am Sonntag, den 17. Juni von 13.00 bis 18.00 Uhr.

Kunstraum Ossastrasse, 12045 Berlin-Neukölln
15. Juni 2012, 19.00 - 22.00 Uhr
16. Juni 2012, 13.00 - 21.00 Uhr, Präsentation und Gespräch um 16.00 Uhr
17. Juni 2012, 13.00 - 18.00 Uhr, Präsentation und Gespräch um 16.00 Uhr

Nr. 2 | Musik in den Augen | 24. Mai

Ausstellung | Vortrag | Konzert

24. Mai 2012

19.30 Uhr: Einlass
20.00 Uhr: Präsentation von Stella Pinson
20.40 Uhr: Konzert von Joris Vercammen, Maeng Jeongeun und Tuia Cherici 

Die zweite Ausstellung im Kunstraum Ossastrasse 38 zeigt Bilder von Stella Pinson
Der Abend thematisiert den Zusammenhang zwischen Farbe und Klang.

Die Arbeiten von Stella Pinson basieren auf einer äußerst akkuraten Analyse ihrer einzigartigen Erfahrung von Farben. Unwillkürlich verbindet Stella Pinson die von ihr wahrgenommenen Farben mit bestimmten Klänge. Diese Begabung (Synästhesie genannt) erlaubt es ihr, ihre Gemälde in Musik zu übersetzen. Die völlig eigentümlichen Lieder zu ihren Bildern singt die Künstlerin auch selbst. An diesem Abend erläutert sie ihre Farbtheorie und demonstriert wie ihre Bilder klingen. 

Kunstraum Ossastrasse 38, 12045 Berlin-Neukölln
24. Mai 2012, 19.30 Uhr